Interview mit dem SonntagsWochenBlatt vom 4.Mai 2008

"Die Flutlicht-Atmosphäre ist einmalig"

Jan Greschner über Heimvorteil, Rüsseina und Elfmeterschießen

Natürlich den Sieg für meine Mannschaft! Ich hoffe auf ein offenes, hochkarätiges Endspiel. In den vergangenen Jahren spielte zumeist ein sogenannter Großer gegen einen Kleinen. Der Favorit musste das Spiel machen, sodass kein hohes Niveau und keine Überraschung zustande kamen.
Für den Finalgegner, Hartenfesl Torgau II, ist das Spiel im Hafenstadion ein Heimspiel. Ist das ein Vorteil?
Mit Sicherheit. Aber: Ich denke, dass diese Tatsache kein entscheidender Vorteil für sie ist. Wir freuen uns auf Torgau als Gegner, weil wir hoffentlich vor noch mehr Zuschauern spielen.
Wie oft standen Sie schon in einem Pokal-Endspiel?
Im Jahr 2000 mit der B-Jugend, als wirdas Triple, also Meisterschaft, Pokal und Hallenkreismeisterschaft holten. Im selben Jahr wurde Ablaß Pokalsieger im Kreis Döbeln, konnten den Erfolg 2004 mit einem 2:1 gegen Rüsseina, übrigens mit mir im Tor wiederholen.
Was wird der Schlüssel für den Pokalsieg sein?
Wir sind nach 2000 und 2004 im Jahr 2008 einfach wieder dran mit dem Pokalsieg. Auch wenn es vielleicht etwas hochnäsig kling: Wir möchten für viele Jahre nicht mehr im Kreispokal, sondern im Bezirkspokal vertreten sein.
Welchen Spieler des Gegners fürchten Sie besonders?
Bei Torgau II imponiert mir kein besonderer Spieler, sondern das hohe Niveau der gesamten Mannschaft. Trainer Jens Dehnert versteht es Woche für Woche , trotz wechselnden Personal, eine erfolgreiche Mannschaft aufzubieten. Die Torgauer haben 17 verschiedene Torschützen in ihren Reihen, was sie unberechenbar macht. Wir haben Respekt, Furcht wäre das falsche Wort.

Werden Sie sich speziell auf das Finale vorbereiten?
Eigendlich nicht. Ich denke, dass der Trainer keine spezielle Taktik für das Finale ausgeben wird. Wir werden versuchen, unser Spiel zu machen und wollen dem Gegner unser Spiel und taktisches Konzept aufzwingen. Vielleicht trainieren wir das Elfmeterschießen.
Welcher Gegener bereitete Ihnen auf dem Weg nach Torgau die meisten Probleme?
Ganz klar Belgern im Halbfinale, welches wir erst in der Verlängerung mit 1:0 für uns entscheiden konnten.
Was ist Ihnen persönlich wichtiger, Pokalsieger zu werden, oder als Kreismeister in die Bezirksklasse aufzusteigen?
Höhere Priorität genießt natürlich der Kreismeistertitel mit dem damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksklasse. Als Einzelspiel und wegen der unvergleichlichen Atmosphäre ist das Pokalfinale ein unvergesslicher Höhepunkt. Für uns alle ist das Endspiel das erste Pflichtspiel unter Flutlicht, also eine echte Primiere.
Wer wird Pokalsieger, und warum?
Wir gewinnen, weil wir vorne ein Tor schießen und hinten zu null spielen.
Wie viele Ablaß-Fans werden sich am Finalabend in Richtung Torgau in Bewegung setzen?
Auf alle Fälle chartern wir zwei Busse, auserdem werden viele Leute mit dem Pkw anreisen. Durch unser gutes Verhältnis zu Mügeln und Wermsdorf hoffe ich, dass uns auch aus diesen Gemeinden viele Leute unterstützen werden.
Wo wird im Falle eines Erfolgs gefeiert?
Ich weiß, dass der Vorstand eine Feier vorbereitet. Was genau, weiß ich aber nicht. Eines weiß ich aber ganz genau: Wir feiern in Ablaß zusammen mit unseren Fans.
Wie endet das Spiel?
Ich bin zwar kein Prophet und manchmal ist der Wunsch der Vater des Gedanken: Wir gewinnen mit 2:0.

Gespräch: H. Landschreiber